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Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit

Gesetzliche Grundlagen zur Zusammenarbeit SMK - Regionaldirektion

KMK und Bundesagentur für Arbeit haben 2004 eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung abgeschlossen und 2017 aktualisiert.

Basierend darauf wurde 2009 zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der Regionaldirektion Sachsen eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit für den Bereich der Beruflichen Orientierung getroffen. Auf Grundlage dieser Vereinbarungen arbeiten Schule und Berufsberatung am gemeinsamen Ziel, allen jungen Menschen einen erfolgreichen Übergang von der schulischen Laufbahn in Ausbildung oder Studium und abschließend in eine qualifizierte Tätigkeit im Erwerbsleben zu ermöglichen.

Für die Jahre ab 2021 wird diese Vereinbarung aktualisiert und zu einer Rahmenvereinbarung für die Zusammenarbeit am Übergang Schule – Beruf erweitert.

Übersichtskarte zu Standorten der Agentur für Arbeit (AA) in Sachsen

In jeder Agentur für Arbeit befindet sich ein BiZ (Berufsinformationszentrum).

Übersichtskarte zu Standorten der AA in Sachsen ©  Bundesagentur für Arbeit, RD Dresden

Förderung von BO-Maßnahmen (§ 48 SGB III)

Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM) werden systematisch mit dem Ziel durchgeführt, Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen ihre individuellen Kompetenzen, Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen und einen zielsicheren Übergang in die duale Ausbildung oder ein Studium vorzubereiten. Sie bieten eine wirksame Ergänzung zu den berufsorientierenden Regelangeboten der Schulen und der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit.

BOM tragen dazu bei, die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss zu reduzieren. Zu den sachsenspezifischen BO-Maßnahmen gehören insbesondere die Projekte »Praxisberater an Schulen« , »komm auf Tour« sowie Maßnahmen der Beruflichen Orientierung und Übergangsbegleitung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

BOM werden durch die BA und den Freistaat Sachsen (oder andere Dritte wie Kommunen, Kammern, Unternehmen, Verbände) gemeinsam finanziert.

»Autobahn« der BO bis zur Entscheidung

Berufswahlfahrplan © planet-beruf.de

Um direkt nach dem Schulabschluss in eine Ausbildung starten zu können, sind frühzeitige Informationen wichtig.

Fahrplan zur Berufswahl

Informationen der BA zu Schule, Ausbildung und Studium

Quickstart

Das Projekt »Quickstart Sachsen« wurde im Rahmen der Bund-Land-Vereinbarung gestartet, um Studienaussteigerinnen und Studienaussteigern eine neue Perspektive zu geben. Es verfolgt das Ziel, etablierte Beratungsangebote der Hochschulen, der Bundesagentur für Arbeit, der Kammern und gleichgestellter Akteure mit hoheitlichen Aufgaben bzgl. der Berufsausbildung im Freistaat Sachsen sowie weiterer Akteure sachsenweit zu einem Netzwerk auszubauen, um schulisch gut gebildete junge Menschen für die berufliche Ausbildung nach dem Studienabbruch zu gewinnen.

Mit der Projektleitung ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg unter Leitung von Frau Dr. Kristina Wopat (Direktorin, Graduierten- und Forschungsakademie) beauftragt. Bislang arbeiteten im dreijährigen Förderzeitraum (2018-2020) die

  • Technische Universität Dresden,
  • Universität Leipzig,
  • Technische Universität Chemnitz,
  • Hochschule Mittweida,
  • Westsächsische Hochschule Zwickau,
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und die
  • Hochschule Zittau/Görlitz

eng zusammen. Das Projekt wird im neuen Förderzeitraum (2021-2023) fortgesetzt. So sollen bereits bestehende Best Practice Beispiele innerhalb Sachsens multipliziert und allen Hochschulstandorten zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird die Kooperationsstelle Wirtschaft und Arbeitswelt (KOWA) ihre gesammelten Erfahrungen im Bereich der Beratung einer neuen Zielgruppe, Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher mit psychischen Belastungen, in das Projekt einbringen. Eine weitere neue Zielgruppe der zweiten Förderperiode sind internationale Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher. Für deren Integration in die betriebliche Ausbildung wird ein Netzwerkaufbau insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich der exportorientierten Wirtschaft angestrebt.

Darüber hinaus beinhaltet das Projekt eine Öffentlichkeitskampagne zur Sichtbarmachung von »Quickstart Sachsen« sowie zur Enttabuisierung des Studienabbruchs in der Öffentlichkeit.

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